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Main Frankfurt

19.02

„Fraa Rauscher“

Frankfurt „die Siedlung an der Furt der Franken“ gibt es in Deutschland drei Mal (Frankfurt am Main, Frankfurt an der Oder, Frankfurt bei Neustadt/Aisch)

Und wussten Sie auch, dass es Frankfurt auch mehrfach in den USA , nämlich in Kentucky, Illinois, New York, Kansas, Michigan, Ohio und South Dakota gibt? Sogar in England und Südafrika findet man Frankfurt.

Quelle:
https://www.onomastik.com/on_geschichte_frankfurt_main.php(abgrufen am 20.01.2019)

Und kein Frankfurt lieben wir so wie unser Frankfurt am Main. Frankfurt am Main ist eine lebenswerte und liebenswerte Stadt und ganz und gar nicht langweilig. In keinem anderen Frankfurt als in Frankfurt am Main wird „Ebbelwoi“ (Apfelwein) getrunken. Deshalb gibt es nur in unserem Frankfurt am Main die skurrile Geschichte von „Fraa Rauscher“, die auf das Jahr 1866 zurückgeht. „Rauscher“ ist gärender Apfelwein, also der Übergang von Saft zu Wein. Der noch gärende Apfelwein „rauscht“ nicht nur im Glas, sondern verursacht bei übermäßigem Verzehr auch heftigen Durchfall. Ob Frau Rauscher wahrhaft Frau Rauscher hieß, ist nicht bekannt. Fakt ist, dass man „Fraa Rauscher“ an einem Sonntagnachmittag mit einer Beule am Kopf liegend in der Klappergasse fand und Jungen sich über sie lustig machten. Ein übereifriger preußischer Polizist nahm die Ermittlungen auf und ging der Frage nach, ob die Beule durch ihren Ehemann verursacht wurde oder ob der übermäßige Genuss des Frankfurter Nationalgetränks „Ebbelwoi“ zu Gleichgewichtsstörungen führte, die die Beule zur Folge hatten. Für große Belustigung bei der Bevölkerung über die neue Ordnungsgewalt in Frankfurt sorgte der Polizeibericht, der am Folgetag in der Frankfurter Zeitung stand.

Quelle:
https://www.erlebnisraum-frankfurt.de/kunst-kultur/sehenswuerdigkeiten/493-die-fraa-rauscher-aus-de-klappergass.html (abgerufen am 21.01.2019).

Von Fraa Rauscher handelt auch der Text des bekanntesten Ebbelwoi-Lieds.

Hier der Originaltext:
Refrain:

„Die Fraa Rauscher aus de Klappergass, die hot e Beul am Ei,
ob’s vom Rauscher, ob’s vom Alde kimmt, des klärt die Bolizei.

Am Sonndag warn mer dribb de Bach, was hammer do gelacht,

so warn zwaa Eheleut beschleucht unn hawe Krach gemacht.
Uff aamal duds en dumpfe Schlag, die Fraa lieht uff de Gass
unn alle Kinner singe laut, des mecht en Heidespass:
Refrain...

En Griene hot den Fall geseh' un kimmt im Laafschritt aa.
Der Ehemann ruft ganz erschreckt, ich hab er nix gedaa!
Mei Alt, die kennt kaa Maß un Ziel, die hot zuviel gebaaft,
drumm hot der liewe Herrgott sie mit aaner Beul gestraft.
Refrain...

Jetzt gehts uffs Bolizeirevier, die Buwe hinerdrei.
Des is en intressanter Fall, des leucht doch jedem ei.
De Kommissar is ganz empeert un segt, des is doch doll.
Der Griene, wie sich des geheert, der gibt zu Protokoll:
Refrain...

Jetzt wärs genug, die Rauschern hat sich mit ihrm Mann versöhnt,
des kennt mer schon un is mer aach in solche Fäll gewöhnt,
doch so en beeser Zeitungskerl dut mehr als wie seine Pflicht,
am annern Dag stehts dick un braat im Bolizeibericht.
Refrain....“

Liedtext: Kurt Eugen Strouhs

Quelle:
https://www.erlebnisraum-frankfurt.de/kunst-kultur/sehenswuerdigkeiten/493-die-fraa-rauscher-aus-de-klappergass.html (abgerufen am 21.01.2019).

Übrigens kann man in „Dribbebach“ in Sachsenhausen ,südlich des Mains in der Klappergasse 8, 60594 Frankfurt , seit 1961 das Denkmal der „Fraa Rauscher“, das in unregelmäßigen Abständen Wasser in Richtung der davor stehenden Touristen oder Passanten spuckt, bestaunen.